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Heiligenrode (Künstlerstätte mit dem Kopfsteinpflaster) ist ein Ortsteil der Gemeinde Stuhr und liegt am nördlichen Rand des Naturparks Wildeshauser Geest und ca. 15 km südlich der Hansestadt Bremen. Heiligenrode entstand durch die Gründung eines Klosters mitten in einer bewaldeten Landschaft und ist in seiner Entstehung sicherlich rund um das Kloster ein bäuerlicher Ort gewesen. Im Zentrum Heiligenrodes, der Klosterkirche St. Marien mit deren Errichtung  sehr wahrscheinlich im späten 13. Jahrhundert begonnen worden ist und zwar, wie üblich, mit dem Chor. Das erklärt auch die geringere Höhe dieses Teils der Kirche. Am Mauerwerk erkennt man, dass der Höhenunterschied ursprünglich noch grösser war. Am Giebel ist über den drei Chorfenstern ein sogenanntes Blendfenster ohne Mauerdurchbruch angeordnet. Dies ist ein Stilelement der Gotik, um grössere Wandflächen zu gliedern. Die beiden Stützpfeiler neben den Chorfenstern enstanden erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, nachdem sich deutliche Verformungen in der Giebelwand gezeigt hatten.


Das sogenannte alte Pfarrhaus, heute auch Pfarrscheune genannt. Errichtet wurde es wahrscheinlich im 17. Jahrhundert. Es ist damit neben der Kirche wohl eines der ältesten Gebäude Heiligenrodes. Ursprünglich bis an die Kirche heranreichend, diente es als Amtshaus und Wohnhaus für Stiftsdamen. Nachdem keine Stiftsdame mehr in Heiligenrode wohnte, brach man den bis zur Kirche reichenden Teil ab. Das Damenstift Heiligenrode bestand nominell bis 1964. An der südlichen Seite war das Haus noch um etwa 20m länger. Diesen Teil brach man um 1900 ab, um an dieser Stelle das heutige Pfarrhaus zu errichten.

Die Mühle als Kernstück des Mühlenensembles ließ Johann Heinrich Steffens 1843 an der Stelle der jahrhundertealten und nicht mehr zu reparierenden Klostermühle bauen. Im Inneren ist das Gebäude vollgestopft bis unter den Dachfirst mit Müllereitechnik und den verschiedenen Antriebstechniken. Auf der rechten Seite erhielt das Gebäude 1909 einen Anbau, in dem eine Dampflokomobile aufgestellt wurde. 1913 ersetzte ein  Benzolmotor die Lokomobile. Beide Maschinen konnten über einen Riementrieb und eine Welle, die beim Dachansatz ins Gebäude geführt war, auf den Hauptantrieb der Mahlwerke arbeiten.
altes Backhaus Heiligenrode

Das Backhaus trägt im Türbalken die Jahreszahl 1817, vermutlich das Baujahr. Ein Zusammenhang mit dem Abbruch von Klostergebäuden liegt nahe, denn das Fachwerk ist Sekundärholz, d.h. von anderer Stelle hierher umgesetzt. Im Testament der Eheleute Steffens vom April 1856 wird eine Brennerei genannt, damit ist sicher dieses Gebäude gemeint. 1872 wird dann erstmals in Lohnanschreibungen der Müllersfrau ein Bäckergeselle erwähnt, woraus auf den Einbau des großen Backofens um 1870 geschlossen werden kann. Links neben dem Backhaus steht noch ein Anbau, den sogenannten "Doppelsitzer" - die ehemalige Toilette der Müllerfamilie. Auch sie ist original restauriert, allerdings nur als Anschauungsobjekt. Heute nutzt der Heimatverein Heiligenrode das Backhaus und an bestimmten Festtagen wird dort gebacken.

 

Weiter Informationen und einen bebilderten Rundgang finden Sie unter  www.heiligenrode.com

 

Quelle: Heiligenrode.com